Ein Fertigteilhaus bietet viele Vorteile

Ein Fertigteilhaus bietet viele VorteileSie träumen von einem Eigenheim? Sie haben recht, wenn Sie bereits an diesem Punkt realisiert haben, dass man sich sehr viele Gedanken machen muss, wenn man die Eingangsfrage in die Tat umsetzen möchte. Vor allem stellt sich natürlich die Frage, welche Art von Haus es werden soll. Sehr gerne wird das Fertigteilhaus geordert. Denn es lässt sich schnell aufstellen, da die einzelnen Fertigteile, abgesehen von der Bodenplatte, nicht direkt vor Ort gefertigt werden. Sie werden bereits fertig geliefert. Das Haus wird also wie ein Puzzle nur noch zusammengesetzt. Und zudem ist es auch noch mit einem relativ guten Preis-Leistungs-Verhältnis versehen.

Betonplattenbau, oder wie?

Es mag sein, dass es in den Anfängen nur Fertigteilhäuser aus Betonplatten gegeben hat. Das ist wohl richtig. Doch ist auch dieser Industriezweig mit der Zeit gegangen. So gehören etwa die Blockbohlenhäuser ebenfalls zu den Fertigteilhäusern. Werden die Einzelteile des Hauses industriell und witterungsunabhängig gefertigt und vor Ort „nur“ zusammengebaut, fällt dieses unter den Begriff des Fertigteilhauses. Man kann sich also das Material, aus dem das zukünftige Haus bestehen soll, relativ frei auswählen. Wichtig ist, dass beim Zusammensetzen überflüssige Dämmschichten durch den direkten Aufbau auf die Bodenplatte vermieden werden. Dies führt zu sehr guten Energieverbrauchswerten. Kein Wunder also, dass Fertigteilhäuser so beliebt sind. Schließlich ist jeder fünfte Neubau in Deutschland bereits ein Fertigteilhaus. Sie sprechen also für sich!

Herstellerbemühungen

Die Hersteller von Fertigteilhäusern haben sich seit Jahren mit der Energieeffizienz ihrer Häuser befasst. Deshalb ist für sie die Umsetzung der aktuellen Energieverordnung keine Herausforderung, sondern lediglich eine Anforderung, die es umzusetzen gilt. Ein weiteres Bemühen der Hersteller von Fertigteilhäusern ist das Erfüllen der Träume von einem Eigenheim. Deshalb haben sie ihre Produktionsstruktur derart perfektioniert, dass jeder Bauherr beim Bau eines Fertigteilhauses nicht nur ein fantastisches Haus erhält, sondern auch noch zu einem Preis und oftmals eine große Zeitersparnis. Auch wenn es kaum zu glauben ist, so bedarf ein Fertigteilhaus von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe zwischen fünf und neun Monaten. Dies ist abhängig von den Wünschen des Kunden sowie der Größe des Bauprojektes. Wie aber kommt es zu diesem Tempo? Diverse Teile des zukünftigen Hauses werden industriell vorgefertigt. Je mehr Teile vorgefertigt an der Baustelle eintreffen, desto schneller können sie zusammengesetzt werden. Sicherlich wird wie bei jedem anderen Bau mit der Bodenplatte begonnen. Doch ist es beim Massivbau notwendig, dass diese vollständig austrocknet, bevor mit den weiteren Bauelementen begonnen werden kann. Anders bei einem Fertigteilhaus: Hier sind, je nach Bauweise, bereits ein bis zwei Tage ausreichend, bevor die nächsten Gewerke begonnen werden können. Hierzu gehört beispielsweise das Verlegen der Elektrik, der Gas- und Wasserleitungen. Welche anderen Bauschritte ebenfalls bereits getätigt werden können, ist vom Bauplan abhängig. Dies gilt auch für den Innenausbau, der für gewöhnlich innerhalb von maximal zwei Monaten erledigt sein sollte. Am Ende dieser Zeitspanne steht man vor einem einzugsbereiten Haus, das trocken und in allen Belangen vollendet ist.

Mit welcher Bauweise hat man es zu tun?

Dieses Rätsel lässt sich bei der Bauweise mit Fertigteilen nicht so schnell klären. Es sei denn, man kann den Bauherren oder den Architekten direkt befragen. Von außen mag es durchaus wie ein solides Massivbauhaus ausschauen oder auch wie ein traditionelles Lehmhaus. Doch was sich tatsächlich hinter der Fassade passiert, wissen nur die Bauarbeiter und die Planer des Projektes. Selbstverständlich sind alle Bauteile industriell gefertigt – korrekt! Aber das bedeutet nicht, dass die Wünsche des Kunden nicht umgesetzt werden können. Es ist richtig, dass bei Fertigteilhäusern fertige Modelle angeboten werden. Diese werden entsprechend der Vorstellungen des Kunden verändert bzw. angepasst, soweit dies möglich ist. Dies wird mit den Architekten der anbietenden Firma ausgearbeitet. Allerdings muss gleich gesagt werden, dass an der äußeren Hülle nur bedingt Änderungen vorgenommen werden. Im Innenbereich jedoch ist so einiges möglich. Eine Ausbaureserve im Dachgeschoss ist jedoch nur selten machbar. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass die Fertigteilhäuser in Regionen mit stark fluktuierender Witterung schnell schadhafte Stelle aufweisen kann. Auch ist mit einem verminderten Schallschutz zu rechnen. Wer sein Fertigteilhaus irgendwann wiederverkaufen möchte, muss sich darauf einstellen, dass er einen geringeren Kaufpreis dafür erzielen wird als bei einem Massivhaus.

Nicht nur Nachteile

Einige Vorteile wurden ja bereits genannt.  Doch sind einige noch nicht genannt worden, die für viele Bauherren besonders wichtig sind:
  • Alles aus einer Hand! Ja, es ist tatsächlich so, dass für den Bauherren nur ein Ansprechpartner vorhanden ist. Denn die Baufirma hat sie alle unter Kontrolle, die ausführenden Unternehmen, die die einzelnen Gewerke durchführen. Meist arbeiten sie langjährig mit diesen zusammen.
  • Nachhaltige Baustoffe: Mit diesem Argument werden viele Kunden angesprochen. Denn auch bei einem Bauprojekt darf und sollte auf die Umwelt, den CO²-Fußabdruck und die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien geachtet werden. Gerade die Tatsache, dass alles aus einer Hand kommt, macht dies möglich.


Was ist schlüsselfertig?

Oftmals werden die Fertigteilhäuser „schlüsselfertig“ gebaut. Der Kunde profitiert diesbezüglich vom Service „Alles aus einer Hand“. Für ihn bedeutet dies, dass sich der Bauunternehmer nicht nur um das eigene Gewerk, sondern auch alle anderen Gewerke kümmert. Der Bauleiter wacht also über den gesamten Bau und die dortige Vorgehensweise. Er ist dafür verantwortlich, dass alle Subunternehmer zur rechten Zeit am rechten Ort sind und ihre Arbeit erledigen. Allerdings gibt es unterschiedliche Phasen des „schlüsselfertigen“ Bauens. So ist es auch bei diesem Vorgehen möglich, dass der Bauherr verschiedene Arbeiten, für gewöhnlich im Bereich des Innenausbaus, übernimmt. Das Tapezieren und Streichen ist das Übliche, was in Eigenregie übernommen wird. Auch das Verlegen des Fußbodens wird gerne vom Eigentümer übernommen. Der Grund liegt auf der Hand: Hier wird Geld gespart. Auf der anderen Seite macht es natürlich auch Spaß, wenn man einen Teil der Arbeit eigenständig übernommen hat. Das macht ja auch stolz, nicht wahr?

Fazit

Für viele bleibt der Traum vom Eigenheim unerreichbar, weil die Finanzen nicht stimmen oder die bisher gefundenen Modelle nicht genehm sind, das Geld für ein individuelles Haus vom Architekten aber nicht vorhanden ist.  Das Fertigteilhaus ist eine gute Alternative. Kein Massivhaus und kein Minihaus. Es ist irgendwie dazwischen anzusiedeln. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, ist der Baugrund. Oftmals die größte Position, die bei einem Bauprojekt zum Tragen kommt.